Papageno darf nicht schließen!

CDU fordert zinsloses Sonderdarlehen für nötige Dachsanierung

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Nils Kößler fordert Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig (SPD) und den Magistrat auf, dem Papageno Musiktheater endlich die dringend benötigte finanzielle Hilfe zu gewähren. Konkret geht es um ein einmaliges, zinsloses Darlehen in Höhe von 260.000 Euro für die zwingend erforderliche Dachsanierung – als außerplanmäßige Ausgabe nach § 100 der Hessischen Gemeindeordnung (HGO). „Das Papageno Musiktheater ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Frankfurter Kulturlandschaft, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Wenn hier jetzt nicht gehandelt wird, droht eine unvermittelte Schließung des Spielbetriebs. Das wäre kulturpolitisch fahrlässig“, erklärt Kößler.

Der Sanierungsbedarf des Daches ist akut: Bei Wassereintritt wären Dämmung und Elektrik unmittelbar betroffen, mit gravierenden Folgeschäden. Eine kurzfristige Eigen- oder Fremdfinanzierung ist dem Theater nicht möglich. „Die Voraussetzungen des § 100 HGO sind damit eindeutig erfüllt: Die Maßnahme ist unabweisbar und dringlich“, so Kößler, der mit seiner Fraktion einen Dringlichen Antrag zugunsten des Papageno Theaters in den morgigen Haupt- und Finanzausschuss einbringt. „Der Magistrat weiß seit Monaten um den Zustand des Gebäudes. Auch die Stadtverordneten haben darauf hingewiesen. Im vergangenen September hatte der Magistrat ein zinsfreies Darlehen angekündigt. Dennoch wurden bis heute weder Mittel für ein Darlehen, noch ein außerordentlicher Zuschuss im Haushaltsentwurf 2026 vorgesehen. Angesichts der bekannten Notlage des Theaters ist dieses Zögern nicht nachvollziehbar“, so Kößler weiter.

Für den CDU-Politiker ist klar: „Bis zur Genehmigung des Haushalts 2026 kann das Papageno Musiktheater nicht warten. Und einen eigenen Bankkredit bekommt das Theater mit seinem gemeinnützigen Förderverein nicht. Wer dieses bundesweit anerkannte Haus erhalten will, muss jetzt handeln. Kulturdezernentin und Magistrat stehen in der Verantwortung, die Mittel unverzüglich bereitzustellen und den Fortbestand des Theaters zu sichern.“ Das Darlehen soll laut CDU-Antrag einmalig gewährt, über 15 Jahre zurückgezahlt und klar zweckgebunden sein. Weitere Ansprüche gegenüber der Stadt werden dadurch nicht begründet. „Wenn die Kulturdezernentin bereit ist, für den Standort des Club Voltaire eine millionenschwere Immobilie zu erwerben, sollte sie für den Erhalt dieses Theaters erst recht alle Hebel in Bewegung setzen“, betont Kößler.